Wildkamera-Test

Dich krieg ich!

Test: Waid-Life Wildkamera Optimus Black (SiFor Willfine 2.6C)

Waid-Life Optimus Black: Bei der SiFor Willfine 2.6C Wildkamera handelt es sich um Handelsware aus China. Sie wird von der Shenzen Willfine Technologies Co. Ltd produziert und in der ganzen Welt, in erster Linie über Internethändler vertrieben. Da die Fotofalle völlig neutral gestaltet ist, kann sich jeder Händler für einen eigenen Namen entscheiden. Bei dem deutschen Haupthändler „Waid-Life“ heißt die Wildkamera „Waid-Life Optimus Black“. Bei Berger + Schröter ist es die „Wildkamera 12 Megapixel, Camo, 31417“.

Die Highlights der Waid-Life Optimus Black

Sehr Unauffällig: Die Waid-Life Optimus Black ist in jeder Hinsicht eine der äußerlich unauffälligsten Wilkameras, die wir kennen. Da ist zum einen das Camouflage-Muster, das bei der Waid-Life Wildkamera noch ein bisschen besser gelungen ist, als bei anderen Wildkameras im „Tarnkleid“. Zum anderen sind wirklich alle anderen Elemente der Wilkamera schwarz, auch die Verschlüsse, die z.B. bei den Dörr- oder ALDI-Wildkameras verchromt sind. Die Black-LEDs verraten die Wildkamera weder am Tage noch in der Nacht. Nicht zuletzt durch die kompakte Bauweise ist die Optimus Black eine ideale Überwachungskamera, die kaum Gefahr läuft, entdeckt zu werden.

Hervorragende Bildqualität: Das ist schon bemerkenswert, in welcher Qualität die Waid-Life Optimus sowohl am Tage, als auch in der Nacht gestochen scharfe Bilder abliefert! Wichtige Voraussetzung ist allerdings, dass es sich um eine Optimus Black der neuesten Generation mit der aktuellen Software handelt. Mit den (optisch identischen) Vorgänger-Modellen waren wir alles andere als glücklich!

Technische Daten

Achtung: Aktuell befinden sich immer noch zwei Generationen der „Waid-Life Optimus Black“ bzw. der baugleichen/identischen “ Berger + Schröter 12 Megapixel, Camo, 31417″ Wildkamera auf dem Markt. Äußerlich sind die beiden Generationen von einem Laien nicht zu unterscheiden. Erst, wenn man in das Menü einsteigt, gibt die Software-Version (Ab 2.6.0.007) einen ersten Hinweis auf die aktuelle, deutlich (!) verbesserte Version dieser Wildkamera (der chinesische Hersteller nennt sie „Willfine 2.6C“) , die inzwischen Full-HD unterstützt:

Links die alte Widlkamera-Version, rechts die neue mit Full-HD - Bild: Wildkamera-Test.com

Links die alte Wildkamera-Version, rechts die neue mit Full-HD – Bild: Wildkamera-Test.com

Vollkommen sicher sein kann man sich allerdings auch dann noch nicht. Denn die Firmware kann über ein Update auch bei älteren Kameras auf den neuesten Stand gebracht werden. Leider war bei den älteren Waid-Life Optimus Black Wildkameras die Software nur ein Teil des Problems. Bei der neueren Gerätegeneration wird eine verbesserte optische Einheit verbaut. Die neue Optik ist von außen allerdings kaum zu identifizieren.

Waid-Life Optimus Black
(SiFor Willfine 2.6C)
Auflösung Foto- 5.0 MP Standard
- 8.0 MP (Interpolation)
- 12.0 MP (Interpolation)
Anzahl Fotos je Auslösung1-7
Time LapseJa
Intervall 1-60 Min.
Zeitabstand zwischen Auslösungen1 Sek - 60 Min.
(einstellbare Zeitdauer, die die Wildkamera nach einer Aufnahme wartet,
bis wieder eine Aufnahme gemacht wird)
Auflösung Video- QVGA 320 x 240 (4:3)
- VGA 640 x 480 (4:3, 20 fps)
- HD 1280x 720 (16:9)
- Full-HD 1920x 1080 (16:9)
- mit Ton
Video-Dauer5-60 Sek.
Zeit
Datum
Mondphase
Temperatur
Barometer
Ja
Ja
Ja
Ja
Nein
Anzahl LEDs/
Blitz-Art
insgesamt 40 Black-LEDs
(940 nm/unsichtbar;
19 LEDs oben, 21 LEDs unten)
Blitz-Reichweite12-15 m
Infrarot-Sensor1 PIR-Sensor mit insgesamt 50° Erfassungsbereich;
Einstellbare Empfindlichkeit
(Hoch/Mittel/Niedrig)
Sensor-Reichweite14 m
Auslösezeitca. 1,0 Sek.
Batterien4 oder 8 x LR6 (AA Mignon)
alternativ NiMH-Akkus LR6 oder externes 12V Netzteil
Batterie-BetriebsdauerRuhestrom < 0,3 mA (<7 mAh/Tag)
Energieverbrauch 200 mA
(+ 530mA bei IR-LED-Beleuchtung)
Display6,1 cm (50 x 37 mm)
TFT-LCD Farb-Display
SpeicherSD oder SDHC bis zu 32 GB
Größeca. 13,1 (H) x 9,9 (B) x 7,7 (T) cm
Preis145,00 €

LED-Konzept: 40 Black-LEDs

Unsichtbare Black-LEDs: Offen gestanden sind wir kein großer Freund von Black-LEDs, auch wenn sich diese Wildkamera-Versionen verkaufen „wie verrückt“. Die Motivation der Käufer ist klar. Die Wildkamera soll sich während der Aufnahme weder Tier noch Mensch gegenüber verraten. Die im 940 nm-Bereich arbeitenden „No-Glow“-Wildkameras sind zwar tatsächlich nachts völlig unsichtbar, aber die Reichweite der ansonsten in Wildkameras verwendeten 850-nm LEDs liegt nun mal rund 50 % höher.  In der Konsequenz liefern die „Low-Glow“-Wildkameras i.d.R. deutlich bessere Nachtaufnahmen, als die No-Glow-Wildkameras mit Black-LEDs.

Super Nachtaufnahmen: Aber offensichtlich keine Regel ohne Ausnahme. Die Waid-Life Optimus Black macht auch in der Nacht ganz ausgezeichnete Aufnahmen – trotz Black-LEDs!

Zwei LED-Felder: Die WaidLife Optimus verfügt über insgesamt 40Black-LEDs, davon sind 19 oben und 21 LEDs unten positioniert. Über einen separaten Schalter kann man auswählen, ob man bei den Nachtaufnahmen nur die oberen 19, oder zusätzlich die unteren 21, dann also alle 40 LEDs nutzen möchte. Diese Option ist gar nicht so unsinnig. Mit allen 40 LEDs leuchtet die Optimus-Wildkamera so hell, dass Nachtbilder je nach Aufnahmesituation auch gerne einmal überbelichtet sind. Andererseits zehren die LEDs an der Batterie-Laufzeit. Man kann also individuell entscheiden, worauf man mehr Wert legt: klar ausgeleuchtete Nachtaufnahmen oder lange Batterie-Laufzeit.

Gehäuse & Tasten

Beim Gehäuse der Waid-Life Optimus Black gibt es Licht und Schatten. Einige Dinge sind sehr gut gelöst, vieles wurde leider nicht zu Ende gedacht. Hier besteht definitiv noch Verbesserungspotenzial!

Kleine Wildkamera, gut getarnt! Größe und Farbgebung der Waid-Life Optimus Black sind unter dem Tarn-Aspekt optimal! Das ist in jeder Hinsicht eine der äußerlich unauffälligsten Wildkameras, die wir kennen. Die kompakte Bauweise, das Camouflage-Muster, die schwarzen Verschlüsse und auch die dunklen LED-Felder verraten die Wildkamera weder am Tage noch in der Nacht. Eine ideale Überwachungskamera, die kaum Gefahr läuft, entdeckt zu werden.

Die Waid-Life Optimus (oben) ist optimal getarnt; bei der ALDI Maginon WK3 Wildkamera (unten) wirkt das helle LED-Feld im Wald wie ein Fremdkörper - Bild: Wildkmarea-Test.com

Die Waid-Life Optimus (oben) ist optimal getarnt; bei der ALDI Maginon WK3 Wildkamera (unten) wirkt das helle LED-Feld im Wald wie ein Fremdkörper – Bild: Wildkmarea-Test.com

Keine Möglichkeit der Sicherung: Die Waid-Life Optimus ist die einzige uns bekannte Wildkamera, die faktisch nicht gegen Diebstahl zu sichern ist. Zwar kann man den hinteren Teil der Wildkamera mit einem Seilschloss sichern, der Kamera-Körper ist allerdings lediglich mit zwei Clips an dem Rückteil befestigt. Eine Möglichkeit der Schlosssicherung fehlt völlig. Aber auch, wenn man den Kamerakörper durch die beiden rückwärtigen Schräubchen mit dem Batteriefach verschraubt, bleibt die SD-Karte ungesichert. Denn die Bodenplatte, unter der die Haupt-Batterien und auch die SD-Karte verstaut sind, wird lediglich mit einem kleinen Schräubchen gesichert.

Viel Spaß mit diesem Batteriefach-Verschluss bei -10°C - Bild: Wildkamera-Test.com

Unter der Bodenplatte verbergen sich die SD-Karte und das Batteriefach. Leider kann man die Bodenplatte nicht gegen unbefugtes Öffnen sichern. Zudem verhindert das Mini-Schräubchen sehr effizient, dass man die Waid-Life Optimus hinstellen kann. Auf dem heimischen Dachboden muss man daher mit einem Stativ arbeiten, oder die Wildkamera irgendwo anbinden – Bild: Wildkamera-Test.com

Nicht standfähig: Hört sich eher unwichtig an, ist es in der Praxis aber nicht. Wenn man z.B. auf dem Dachboden Tiere hat, ist selten ein Baum in der Nähe, an dem man die Fotofalle befestigen kann. Hier möchte man die Wildkamera einfach auf den Boden, oder etwas anderes hinstellen. Die WaidLife Optimus bleibt aber nicht richtig stehen. Einerseits ist sie unten nicht abgeflacht, andererseits verhindert die Schraube zum Schließen der Bodenklappe, dass die Wildkamera in der Waage steht.

Kleine Tasten: Bei der Anordnung der Tasten orientiert sich die Wild-Life Optimus Wildkamera an bewährtem Wildkamera-Standard. Menü-Taste links, Bestätigungs-Taste rechts, mittig die Tasten für links/rechts/rauf/runter. Leider sind die Tasten rechts kontrastarm beschriftet bzw. gekennzeichnet. Das macht selbst eine ALDI-Wildkamera markant besser. Gegenüber der ALDI-Wildkamera (und all ihren „Geschwistern“ im nahezu identischen Gehäuse) liegt der On-/Off-Schalter jedoch nicht an der Unterseite der Wildkamera, sondern dort, wo er hingehört. Dadurch besteht zu keinem Zeitpunkt irgendein Zweifel, ob man die Wildkamera gerade eingeschaltet hat, oder nicht.

Auch der Extra-Schalter zum Umschalten zwischen Foto- und Video-Modus ist eine gute Idee! Eine Besonderheit ist der Extra-Schalter zum Umschalten zwischen 19 LEDs (nur oben) und allen 40 LEDs (oben+unten).

GPRS-Taste ohne Funktion! Ganz unten rechts im Menü-Tastenfeld befindet sich ein Schalter mit einem Antennen-Symbol. Bevor man sich über die günstige GPRS-Wildkamera freut – der Schalter ist ohne Funktion. Die WaidLife Optimus besitzt kein Mobilfunk-Modul.

Das Display der Waid-Life Optimus Black besitzt eine gute Größe, die Tasten sind hingegen etwas klein und die Beschriftung ist kontrastarm, da kann man im dunklen Wald schon einmal schwierig werden - Bild: Wildkamera-Test.com

Das Display der Waid-Life Optimus Black besitzt eine gute Größe, die Tasten sind hingegen etwas klein und kontrastarm beschriftet, da kann es im dunklen Wald schon einmal schwierig werden – Bild: Wildkamera-Test.com

Fazit Gehäuse: Insgesamt ist man bei der Waid-Life Optimus Black auf einem guten Weg, aber wer einmal eine Dörr- oder eine Moultrie-Wildkamera in der Hand gehabt hat weiß, dass es in Sachen Solidität und Verarbeitungsqualität noch viel Luft nach oben gibt. Die mangelnde Möglichkeit der Schlosssicherung sollte der Hersteller dringend verbessern!

Display, Menü, Bedienung & Bedienungsanleitung

Großes Display: das Farbdisplay der Optimus Back ist zwar etwas kleiner als bei dem ALDI-Wildkameras, aber deutlich größer, als bei der Dörr SnapShot Mini.

Achtung Inbetriebnahme: nicht kaputt, nur merkwürdig… Nach all den Wildkameras, die wir bereits in Händen hatten, hat uns die Waid-Life Optimus bei der Inbetriebnahme dann doch relativ „kalt erwischt“. Wie richtige Männer haben wir die Bedienungsanleitung natürlich erst einmal links liegen gelassen. Also Batterien rein und Wildkamera an. Hm… tut sich nichts… Schiebeschalter wieder auf „Off“, dann wieder auf „On“. Nichts… Das Geheimnis: im ersten Schritt muss der Schalter auf „On“, dann muss die Taste „OK“ gedrückt werden um im dritten Schritt über die Taste „M“ in das Menü zu gelangen. Wir möchten nicht wissen, wie viele Rückläufer Waid-Life hat, weil die frischgebackenen Wildkamera-Besitzer denken, ihre Fotofalle sei defekt geliefert worden.

Gutes Menü: bei der Menü-Führung gibt es grundsätzlich wenig zu meckern. Wie bei der ALDI-Wildkamera kann man mit den Menütasten von oben nach unten durch die einzelnen Menüpunkte „blättern“ und sieht bereits auf der oberen Menüebene immer die aktuellen Einstellungen, ohne dass man in den jeweiligen Menüpunkt extra einsteigen muss.

z.T. kryptische Menüpunkte: Was allerdings immer wieder zu Verwirrung führt, sind die aus unserer Sicht z.T. kryptische Menüpunkte wie z.B. „Sensorauflösung“. Damit ist schlicht die Empfindlichkeit des Bewegungssensors gemeint. Und mit Menüpunkten wie „TV Ausgang“ (NTSC oder PAL) oder „Frequenz“ (50 oder 60 Hz) verwirrt man europäische und insbesondere deutschsprachige Kunden völlig unnötig. Denn in keinem einzigen europäischen Land wird der NTSC-Fernsehstandard verwendet. Da fehlt ein wenig die Liebe zum Detail.

Deutsche Bedienungsanleitung: Die deutsche Bedienungsanleitung umfasst lediglich vier Seiten und wurde vom deutschen Importeur Waid-Life selbst übersetzt. Zum Vergleich: die englische Original-Bedienungsanleitung ist 20 Seiten lang. Die Grundfunktionen werden in der deutschen Anleitung erklärt. Wer es ein wenig präziser möchte, sollte in die englische Bedienungsanleitung einsteigen.

Englische Bedienungsanleitung: Da sich die deutsche Bedienungsanleitung doch sehr auf das Wesentliche beschränkt, stellt Wildkamera-Test.com die englische Bedienungsanleitung zum Download bereit:

Bei der englischen Bedienungsanleitung ist allerdings zu beachten, dass diese an einigen Stellen auf den GPRS-Modus inkl. „SMS-Command“ eingeht, obwohl diese Funktionen bei dem Modell Willfine 2.6C (noch) nicht zur Verfügung stehen.

Erfassungsbereich & Auslösegeschwindigkeit

Die neue Generation der Waid-Life Optimus Black im äußerlich unveränderten Gehäuse(!) zeigt sich hinsichtlich der Präzision der Bildauslösung völlig verwandelt. Während wir die ältere Optimus Black sofort zum Lieferanten zurück gesendet haben, sind wir fast schon ein Fan der aktuellen Optimus Black (unbedingt im letzten Menüpunkt „Über…Hinweis…“ die Firmware-Version nachschauen; hier muss 2.6.007 stehen, sonst handelt es sich um die alte Version mit der alten Optik).

Erst ab dieser Firmware-Version ist die Waid-Life Optimus Black zu gebrauchen! - Bild: Wildkamera-Test.com

Erst ab dieser Firmware-Version ist die Waid-Life Optimus Black zu gebrauchen! – Bild: Wildkamera-Test.com

Normaler Erfassungsbereich: Die Optimus Black Wildkamera deckt die üblichen 50° ab und liegt dabei auf Augenhöhe mit einer Dörr SnapShot Mini, oder auch der ALDI Maginon WK3 Wildkamera.

Gute Auslösegeschwindigkeit: Die Optimus löst sehr schnell aus! Dennoch sehen wir bei der Auslösegeschwindigkeit im direkten Vergleich weiterhin die Dörr SnapShot Mini vorne. Einen mit „Karacho“ vorbeihuschenden Marder erwischt die Dörr SnapShot Mini immer, die Waid-Life Optimus Black meistens. Aber die Optimus bewegt sich in der Spitzengruppe.

Gutes Timing: Die Waid-Life Optimus Black legt ein gutes Timing an den Tag. Querende Tiere werden so gut wie immer in der Bildmitte erwischt. Das gibt dann schöne Fotos.

Bild-/Videoqualität am Tag und in der Nacht

Sehr gute Bildqualität: Die Bildqualität der Waid-Life Optimus Black ist ausgezeichnet. Auch in der Standard-Einstellung mit 5 MP-Auflösung sind die Bilder gestochen scharf.

Die Bildqualität der Waid-Life Optimus Black ist ausgezeichnet; damit spielt diese Wildkamera in der Top-Liga mit – Bild: Wildkamera-Test.com

Die gleiche Situation von der Dörr SnapShot Mini aufgenommen - Bild: Wildkamera-Test.con

Zum Vergleich: Die gleiche Situation von der Dörr SnapShot Mini aufgenommen – Bild: Wildkamera-Test.con

Perfekte Nachtaufnahmen: So richtig gerne mögen wir die Waid-Life Optimus Black wegen ihrer Nachtaufnahmen. Das ist schon großes Kino! Zwar liefern auch andere Wildkameras nachts ordentliche Bilder ab, aber bei den Black-LED-Wildkameras mit unsichtbarem Blitz trennt sich sehr schnell die Spreu vom Weizen. Hier kennen wir aktuell keine Black-LED Wildkamera mit einer vergleichbaren „Blitz-Power“.

So stellen wir uns eine gute Nachtaufnahme vor. - Bild: Wildkamera-Test.com

So stellen wir uns eine solide Nachtaufnahme vor. Der junge Fuchs ist gutgetroffen, die Szenerie wird gleichmäßig und hell ausgeleuchtet – Bild: Wildkamera-Test.com

Full-HD-Video: In der aktuellen Version verfügt die WaidLife Optimus Black über die Option Full HD mit einer Auflösung von 1.920 x 780 px.

Batterien & Energiemanagement

8 x Mignon: Die Waid-Life Optimus Black besitzt zwei Batteriefächer. Während das Batteriefach im Korpus der Kamera zwingend mit 4 Batterien vom Typ LR6/AA bestückt sein muss, ist das zweite Batteriefach in der Baumhalterung optional. Hier kann man mit weiteren 4 Mignon-Batterien die Stand-By-Zeit der Optimus Black verlängern, die Wildkamera funktioniert aber auch bestens ohne diese zusätzliche Batterie-Ladung. Ohnehin macht das Einsetzen der Batterien im Zusatzfach einigen Ärger, da bei den beiden Batterien, bei denen die Federn am Boden sitzen, die Batterie nur schwer am Schaumstoff der Klappe vorbei zu manövrieren ist. heraus bekommt man diese beiden Batterien dann nur höchst unwillig. Einfach schlecht gelöst!

Ordentliche Batterielaufzeit: Vor der Batterielaufzeit einer ALDI WK3 Wildkamera braucht sich die Waid-Life Optimus Black nicht zu verstecken, aber von der legendären Stand-By-Zeit der Dörr Wildkameras ist sie allerdings ebenfalls meilenweit entfernt. Immerhin halten die Batterien bei normaler Nutzung im Foto-Modus mehrere Wochen durch.

Batteriefresser HD-Videos: HD-Videos bei Nacht sind der Batteriefresser schlechthin. Zum einen brennen die bis zu 40 LEDs während der gesamten Aufnahmedauer fortwährend. Zum anderen müssen die im Vergleich zu Fotodateien extremen Datenmengen vom Prozessor bearbeitet und auf die SD-Karte gespeichert werden. Das kostet Strom.

Bewertung, Preis & Bezugsquellen

Bewertung: „Vom Saulus zum Paulus“… Die erste Waid-Life Optimus Wildkamera enttäuschte auf ganzer Linie. Nach einem kurzen Praxistest war uns klar – diese Wildkamera ist Schrott, also zurück zum Händler damit. Die zweite Geräte-Generation im äußerlich unveränderten Gehäuse überraschte uns dann völlig. Und dieses Mal positiv! Eine verbesserte optische Einheit sowie ein Software-Update (Version 2.6.0.007) haben aus der aktuellen Waid-Life Optimus Black eine Art Geheimtipp gemacht. Die Bildqualität sowohl am Tag als auch in der Nacht ist schlicht super. Dazu löst sie präzise aus und liefert so Unmengen an hervorragenden Aufnahmen. Wenn der Hersteller SiFor noch ein wenig am Gehäuse arbeitet und die Bedienung noch etwas optimiert, könnte die Optimus Black glatt unsere Lieblings-Wildkamera werden.

Preis & Bezugsquellen: Die Waid-Life Optimus Black des Herstellers SiFor Willfine kann direkt über den Händler Waid-Life, oder über Amazon bezogen werden. Wir empfehlen Amazon, denn bei gleichem Preis hat man gegenüber dem Händler das Druckmittel einer etwaigen negativen Bewertung.

Kaufen? Ja! Wenn eine Wildkamera präzise auslöst und brillante Aufnahmen macht, hat sie bei uns bereits „einen Stein im Brett“. Da sehen wir auch gerne über einige Ungereimtheiten beim Gehäuse und eine nicht ganz so lange Batterielaufzeit hinweg. Wir halten die Waid-Life Optimus in der aktuellen Version für einen guten Kauf. Aber Achtung: lassen Sie sich auf keinen Fall ein Gerät der ersten Serie andrehen! Kontrollieren Sie unbedingt sofort nach der Lieferung die Software-Version (mindestens 2.6.0.007). Wird bei Ihrer Wildkamera im Menü Full-HD mit 1.920 x 780 px angeboten? Falls nicht deutet das auf ältere Lager-Ware hin.

Günstigste brauchbare Black-LED-Wildkamera: unsichtbare Black-LEDs, qualitativ gute Aufnahmen und trotzdem unter 150 €? Das schafft aktuell nur die Optimus Black!

Unsere Wertung für die Wildkamera Optimus Black (SiFor Willfine 2.6C):

3.5 Sterne

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