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Wildkamera: 10 Tipps für mehr und bessere Fotos

Wildkameras und Fotofallen erfassen mit Hilfe eines Infrarot-Sensors (PIR = Passiver Infrarot-Sensor) plötzliche Änderungen der Umgebungstemperatur. Die Signale des Sensors schalten dann die Wildkamera ein und lösen Bild- oder Videoaufnahmen aus. Nach diesem Grundprinzip arbeiten alle handelsüblichen Wild- und Überwachungskameras. Um gute Ergebnisse zu erzielen, sollten deshalb einige Grundregeln beachtet werden.

1. Vorsicht Sonne: Nach Norden ausrichten, sonnige Flächen vermeiden

Fehlauslösung durch aufgewärmte Objekte: Der Klassiker bei jedem Wildkamera-Neuling sind serienweise Fehlauslösungen, meist rund um die Mittagszeit. Um dieses Phänomen zu verstehen muss man die Funktionsweise der bei allen Wildkameras verbauten Bewegungs-Sensoren kennen. Der sog. „Passive Infrarot-Sensor“ (PIR) erfasst Bewegungen von Lebewesen und Objekten indem er auf den Temperaturunterschied eines Objektes im Vergleich zur Umgebung reagiert. Ein Tier oder ein Mensch ist üblicherweise deutlich wärmer, als seine Umgebung. Bewegt sich das warme Objekt zudem, löst die Wildkamera aus.

Wer seine Wildkamera so installiert, dass im Erfassungsbereich des Bewegungs-Sensors die Sonne einstrahlt, muss mit Fehlauslösungen rechnen. Denn die Vegetation nimmt bei sonnigem Wetter Sonnenenergie auf und wird dadurch wärmer als die Umgebungstemperatur. Kommt nun ein bisschen Wind dazu, sind für die Wildkamera die Kriterien für eine Aufnahme gegeben. Denn Wärme + Bewegung = Aufnahme.

Platzieren Sie daher die Wildkamera möglichst so, dass im Erfassungsbereich zu keinem Zeitpunkt des Tages Sonnenlicht einfällt.

Schlieren bei Gegenlicht: Abgesehen von Fehlauslösungen durch aufgewärmte Sträucher oder Bäume gibt es einen weiteren ganz profanen Grund, eine Wildkamera nie gegen Süden auszurichten. Wie beim regulären Fotografieren auch sind Aufnahmen gegen die Sonne keine gute Idee. Allerdings vergisst man in dem Moment, in dem man die Wildkamera in der freien Natur aufgängt gerne, dass die Fotofalle 24 Stunden, 7 Tage die Woche im Einsatz ist. Beachten Sie den Sonnenverlauf! Grundsätzlich sollte eine Wildkamera so installiert werden, dass es zu keinem Zeitpunkt des Tages zu Gegenlichtsituationen kommen kann.

Die folgende Aufnahme zeigt, wie man es NICHT machen sollte:

  • Die Ausrichtung nach Süden führt dazu, dass die Sonne direkt in das Objektiv scheint, das Bild weist rötliche Streifen und Schlieren auf
  • Im Erfassungsbereich des PIR-Sensors befindet sich ein schlanker Obstbaum, der durch die Sonneneinstrahlung eine andere Temperatur besitzt, als seine Umgebung. Kommt nun Wind hinzu, kann man einer Wildkamera bei einer Fehlauslösung keinen Vorwurf machen. Denn Wärmeunterschied + Bewegung = Bild. So ist das nun einmal.
Fehlauslösung bei der ALDI Wildkamera Maginon WK1 aufgrund falscher Ausrichtung - Bild: Wildkamera-Test.com

Fehlauslösung bei der ALDI Wildkamera „Maginon WK1“ aufgrund falscher Ausrichtung – Bild: Dr. Lars Krug

Tipp: Wenn sich partout keine bessere Position für die Wildkamera finden läßt, kann man die Fehlauslösungen bzw. „verstrahlten“ Bilder vermeiden, indem man per Timer in der kritischen Tageszeit die Wildkamera einfach ausschaltet. Fast jede Wildkamera kann so eingestellt werden, dass sie nur zu einer bestimmten Zeit aktiv ist. In der restlichen Zeit bleibt die Kamera ausgeschaltet und macht keine Aufnahmen. Manchmal reicht es aus, wenn man z.B. die ein bis zwei Stunden der Mittagszeit ausspart.

2. Freie Sicht: Äste, Sträucher, Grashalme weg!

Ohne Sucher übersieht man viel: Wildkameras haben keinen Sucher. Auch der interne Monitor hilft in den wenigsten Fällen wirklich weiter, da er bei den meisten Wildkameras erst bei geöffnetem Kameragehäuse zum Vorschein kommt. Das macht es schwierig, einen guten Eindruck von dem zu bekommen, was auf den Fotos zu sehen sein wird. So wird oft der Grashalm mitten vor der Linse übersehen. Auch ein Ast im Nahbereich, der bei der regulären Fotografie gerne dazu verwendet wird, dem Bild mehr Tiefe zu verleihen, kann bei Wildkameras richtig ärgerlich werden. Tagsüber löst er permanent Fehlalarm aus, nachts erscheint er gleißend hell wie ein Fremdkörper im Bild.

Fehlauslösungen: Äste und Grashalme im Erfassungsbereich des Sensors sind ein häufiger Grund für Fehlauslösungen. Insbesondere die flächigen und recht dunklen Fichtenzweige heizen sich durch Sonneneinstrahlung gerne auf. Wenn dann der Wind geht, erkennt der PIR-Sensor ein sich bewegendes, warmes Objekt und löst aus. Als Lösung wird empfohlen, die Vegetation vor der Kamera kurz zu halten. Entfernen Sie zudem unbedingt alle Äste, die sich im Nahbereich der Wildkamera befinden.

Zu hoch positioniert, aber Hauptsache der Grashalm ist gut im Bild - Bild: L. Krug

Grashalm mitten im Bild, zu hoch positioniert, vom Reh nur das Ohr erwischt – Bild: Dr. Lars Krug

3. Richtige Höhe

Nicht zu hoch: Man sollte nie unterschätzen, wie groß der tote Winkel unterhalb einer Wildkamera ist, die in Augenhöhe eines Erwachsenen angebracht wird. Ausgewachsene Rehe haben eine Schulterhöhe zwischen 60 und 90 Zentimeter. Wildschweine erreichen durchschnittlich 95 cm Schulterhöhe, Jungtiere entsprechend weniger. Wer also nicht gerade auf Rotwild oder den Homo Sapiens aus ist, tut gut daran, seine Wildkamera nicht zu hoch auszurichten. Die beste Höhe zur Positionierung einer Wildkamera ist etwa hüfthoch. Wer seine Kamera in 2 Meter Höhe aufhängt, wird vielleicht nie erfahren, was für tolle Partys Wildkatze, Biber, Dachs, Hase, Marder & Co. direkt unterhalb seiner Wildkamera feiern.

Die richtige Höhe entscheidet! - Grafik Wildkamera-Test.com

Die richtige Höhe entscheidet! – Grafik Wildkamera-Test.com

Leicht nach unten ausrichten: In der Praxis kommt es so gut wie nie vor, dass man mit einer Fotofalle von einem Wildtier nur die Beine fotografiert, die Wildkamera also zu niedrig ausgerichtet war. Hingegen hat jeder Wildkamerabesitzer ordnerweise Fotos von Wildtieren ohne Beine… Daher sollte die Wildkamera immer ein wenig nach unten gerichtet sein. Stellen Sie sich vor, dass Sie ein Kleinkind fotografieren wollen. Hier würden Sie ja auch nah ran, in die Hocke und immer noch ein wenig nach unten gerichtet fotografieren – richtig?!

Die Dörr SnapShot Mini war gerade einmal 60 cm hoch positioniert - Bild: Wildkamera-Test.com

Wildkatze & Co. sind nur mit niedrig hängenden Wildkameras zu erwischen; die Dörr SnapShot Mini war gerade einmal 60 cm hoch positioniert – Bild: Wildkamera-Test.com

4. Nachts zählt der richtige Abstand

Bei Tageslicht liefern viele Wildkameras in einem weiten Entfernungsbereich eine sehr gute Bildqualität ab. Aber wenn die Fotofallen bei einsetzender Nacht auf Infrarot und somit Schwarz-/Weiß-Bilder umschalten, kommt das für die Aufnahmen verwendbare Licht nur noch von den LEDs der Fotofalle.

Die Grenzen der LED-Blitze: Im Grunde genommen ist das Wort „LED-Blitz“ bereits irreführend. Die Infrarot-LEDs blitzen nicht, sie leuchten schlicht für die Dauer der Aufnahme kurz auf. Von dieser Lichtquelle darf man hinsichtlich der Reichweite keine Wunder erwarten. Grundsätzlich liegt der ideale Abstand, in dem eine Wildkamera auch in der Nacht ordentliche Fotos macht, bei ca. 3-10 Metern. Ist die Wildkamera zu nah am Wild positioniert, erscheint es überbelichtet. Jenseits der 10, bei guten Wildkameras vielleicht 15 Metern, wird es bei den üblichen Schwarz/Weiß-Bildern des Nachts problematisch.

ALDI Wildkamera überbelichtet

ALDI Wildkamera Maginon WK1 mit Schwierigkeiten im Nahbereich; überbelichtet und unscharf – Bild: Wildkamera-Test.com

5. Bei einem Wechsel kommt es auf den Winkel an

Wer seine Wildkamera nicht gerade auf eine Kirrung oder eine stark frequentierte Suhle richtet, tut gut daran, die Laufwege des Wilds zu beachten. Wildtiere gehen bevorzugt ihnen bekannte Wege, die im Laufe der Zeit auf dem Boden deutlich erkennbar sind. Der erfahrene Förster und Jäger kann zwischen dem Rotwild- und Rehwildwechsel ebenso unterscheiden wie dem Pass (von niederem Haarwild), den Fuchs oder Feldhase regelmäßig benutzen. Wer seine Wildkamera mitten in ein Waldstück hängt, läuft Gefahr über Monate hinweg kein Wild aufzunehmen.

Einen Wechsel überwacht man mit einer Wildkamera am besten, wenn man die Kamera nicht im rechten Winkel zum Wechsel aufstellt, sondern längs des Wechsels ausrichtet. Dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass die Auslösezeit der Wildkamera ausreicht.

Sensortest - Grafik Cuddeback

Sensortest – Grafik: Cuddeback

6. Sensortest nutzen

Viele Wildkameras haben eine Testfunktion, in der man den Erfassungsbereich der PIR-Sensoren ausprobieren kann. Dazu positioniert man die Wildkamera wie gewünscht, stellt den Testmodus ein und bewegt sich vor der Wildkamera hin und her. Blinkt die meist rote Kontroll-LED, befindet man sich im Erfassungsbereich der Fotofalle.

7. Sensorempfindlichkeit anpassen

Generell arbeiten Wildkameras im Winter, bei niedrigen Temperaturen, sicherer als im Sommer. Da sich bei hohen Umgebungstemperaturen die Temperatur des Wildkörpers der der Umgebung angleicht, kann es im Sommer dazu kommen, dass die Wildkamera keine Auslösung vornimmt. Aus diesem Grunde sollte die Sensorempfindlichkeit – falls möglich – im Sommer auf hoch eingestellt werden, um auch geringe Temperaturunterschiede erkennen zu können.

8. Fotoserien nutzen

Mit einem einzelnen Bild den perfekten Schuss zu landen ist reine Glückssache. Wir haben die besten Ergebnisse mit Fotoserien von mindestens drei, schnell aufeinander folgenden Fotos gemacht. Auch der Abstand zwischen den Serien sollte so klein wie möglich gehalten werden.

9. Optimale Größe/Art der SD-Speicherkarte

SanDisk Extreme SDHC 32GB mit 45 MB/s Schreibgeschwindigkeit

SanDisk Extreme SDHC 32GB mit 45 MB/s Schreibgeschwindigkeit ideal für HD-Videos

Fotos? Lieber kleine & schnelle SD-Karten: Wer mit seiner Wildkamera keine Videos drehen möchte, solle anstatt eine großen lieber zwei kleine Speicherkarten verwenden. Im Revier, bei der Kontrolle der Wildkamera hat man so immer eine frische SD-Karte zur Hand und tauscht einfach durch. In der Praxis haben sich 2 GB-Speicherkarten für Wildkameras, die auf Fotos bzw. Fotoserien eingestellt sind, aller bestens bewährt. Wichtiger als eine große Speicherkarte ist eine schnelle Speicherkarte! SD-Speicherkarten sollten möglichst von Markenherstellern mit entsprechender Speichergeschwindigkeit verwendet werden.

Bessere SD-Karte, längere Batterielebensdauer: Es scheint sogar so, dass die Qualität der Speicherkarten Einfluss auf die Batterielebensdauer der Wildkamera hat. Zumindest schreibt der renommierte Widkamera-Hersteller Bushnell in der Bedienungsanleitung der Trophy Cam: „Sorgen Sie auch dafür, dass sie eine qualitativ hochwertige SD-Karte eines Markenherstellers in der Kamera verwenden. Bushnell empfiehlt Karten bis zu 32 GB der Marke SanDisk®. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass SD-Karten von niedriger Qualität häufig die Leistungsdauer der Batterien derTrophy Cam verringern.“

SDHC-Speicherkarten: Die Möglichkeit, die weiterentwickelten SDHC-Karten (HC=High Capacity) zu verwenden ist nicht selbstverständlich. Schauen Sie unbedingt in die Bedienungsanleitung Ihrer Wildkamera, ob diese mit den neuen SDHC-Speicherkarten zurechtkommt. Manche Wildkameras funktionieren mit SDHC-Karten nicht!

HD-Videos? Klotzen, nicht kleckern! Große SDHC-Speicherkarten sind insbesondere dann angebracht, wenn man in voller HD-Auflösung Videos aufzeichnet. Nutzt man dann auch noch die maximale Videolänge aus, sollten mindestens 8, besser 16 GB-Speicherkarten verwendet werden. Übrigens: HD-fähige Wildkameras können fast immer mit SDHC-Karten betrieben werden.

10. Batterielebensdauer optimieren

In die Tasche gelogen: Erstaunlich viele Wildkamerahersteller geben die Batterielebensdauer mit bis zu 6 oder sogar 12 Monaten an. Das sind in den meisten Fällen entweder Laborwerte (5 Aufnahmen am Tage, 5 Blitz-Aufnahmen in der Nacht), oder dreiste Lügen. Sehr wenige Wildkameras haben sich in der Praxis beim Thema Batterieverbrauch tatsächlich positiv hervor getan. Hier sei exemplarisch die Dörr-SnapShot Mini mit sensationellen Laufzeiten genannt. Unabhängig davon kann man auf die Batterielebensdauer seiner Wildkamera auch selbst Einfluss nehmen.

Akkus oder nicht? Wildkamera-Hersteller wie Bushnell raten von der Verwendung wiederaufladbarer NiMh-Akkus ab, da sie mit zunehmender Entladung eine niedrigere Spannung erzeugen, die bei den Bushnell Wildkameras zu Funktionsstörungen führen kann. Hingegen empfehlen andere Hersteller wie Minox ausdrücklich wiederaufladbare NiMH-Batterien. Unabhängig von der Kosteneinsparung haben diese Akkus den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu herkömmlichen Alkalimangan-Batterien auch bei niedrigen Außentemperaturen (unter 0° Celsius) noch hinreichend Strom abgeben.

Energizer Lithium AA Batterien

Energizer Lithium AA Batterien

Lithium Batterien vs. Discounter-Ware: Es gibt hinsichtlich der Batterien recht anspruchslose Wildkameras wie z.B. die Dörr SnapShot Mini. Diese Wildkamera haben wir seit gut einem Jahr mit billigsten Discounter-Batterien (8 x AA Mignon „Aerocell“ von LIDL) in Betrieb. Auch bei extremen Minusgraden kein Problem. Die Dörr Fotofalle funktionierte bisher immer zuverlässig! Andere Wildkameras sind da nicht ganz so pflegeleicht. Bevor man hier aus Verzweiflung über die kurze Batterielaufzeit gleich zu einer neuen Wildkamera greift, kann man die zwar recht teuren, aber oft gelobten Lithium-Batterien ausprobieren. Lithium-Eisendisulfid Zellen haben bei höheren Strömen etwa die 3fache Energiedichte gegenüber Alkali-Mangan Zellen. Außerdem sind Lithium-Batterien deutlich leichter und funktionieren auch besser bei niedrigen Temperaturen.

Gleicher Ladezustand: Für die Kamerafunktion ist es wichtig, dass alle Batterien bzw. Akkus den gleichen Ladezustand haben! Bitte achten Sie auf gleichwertige Ladungen der Batterien. Ein kleiner Batterietester für wenig Geld leistet hier sehr gute Dienste.

Stromfresser Blitz: Der größte Stromverbrauch in der Kamera entsteht durch den IR-Blitz. Somit kann eine häufige Auslösung in der Nacht die Batterieleistung deutlich reduzieren. Insbesondere bei nächtlichen Video-Aufnahmen ist der Batterieverbrauch überproportional hoch, da dann alle LEDs über die gesamte Dauer der Video-Aufnahme hinweg die Szenerie ausleuchten. Kürzere Videosequenzen von 5 oder 10 Sekunden schonen Batterie und Speicherkarte.

Software-Update: Bei unserer schon etwas betagten StealthCam hat ein Software-Update eine erstaunliche Verbesserung der Batterie-Situation gebracht. Vor dem Update war die Wildkamera kaum zu gebrauchen, da die Batterien in Rekordgeschwindigkeit leer waren. Besonders fatal: traf man die Wildkamera mit leeren Batterien an, war kein einziges Bild auf der Speicherkarte gespeichert. Dieser Softwarefehler wurde mit Hilfe eines Updates behoben. Falls der Wildkamera-Hersteller kein Update auf seiner Website anbitetet, lohnt sich u.U. trotzdem eine Nachfrage per Email inkl. der Problem-Schilderung.

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14 Kommentare

  1. Wildkamera X-Trail macht nachts keine Fotos am Tag dafür sehr gute ! Was kann ich tun?

  2. Hallo Ehrenfried,

    @ „Wildkamera X-Trail macht nachts keine Fotos am Tag dafür sehr gute ! Was kann ich tun?“: Schauen Sie bitte einmal, was Sie für eine Software-Version haben.

    LG – Wildkamera-Test.com

  3. Ich bin ein totaler Neuling an der Wildkamera (Scouting Cam black 300) und habe schon jede Menge Fehler beim Einstellen etc. gemacht. Ich möchte damit die Vögel an einer Futterstelle aufnehmen und habe inzwischen viele schöne Bilder vom Futterplatz… aber kein einziges von einem Vogel, obwohl sie einfliegen, etwas aufpicken und wieder wegfliegen.

    Ich habe die Einstellung auf eine 3er-Serie eingestellt, kein Vogel zu sehen. Nur das schwankende Futterhaus. Wie ich jetzt gelesen habe, könnte es an der 32 GB Karte (ScanDisk) liegen. Eine 8er Karte ist bestellt (eine kleinere habe ich nicht bekommen) und ich hoffe, dass es dann klappt.

    Meine zentrale Frage: Sind diese Kameras möglicherweise für Vögel nicht geeignet?

    Gruß
    Angelika

  4. Liebe Angelika,

    mit der Scouting Cam Black werden Sie niemals glücklich werden. Das ist eine extrem schwache Wildkamera. Wir haben uns mit einer baugleichen Wildkamera auch schon abgemüht. Das Ding kann einfach nix.

    Für Vogelaufnahmen an einer Futterstelle gibt es aktuell nur eine einzige Wildkamera, die wir empfehlen können. Die aber aus ganzem Herzen. Es handelt sich um die SecaCam HomeVista. Bestellen können Sie die hier, den ausführlichen Testbericht mit einer Menge Beispielfotos finden Sie hier.

    SecaCam HomeVista nimmt Falken auf
    LG – Wildkamera-Test.com

  5. Ganz herzlichen Dank! Ich habe inzwischen mit der kleineren Karte Experimente gemacht und … immer noch keinen Vogel erwischt.

    Vielen Dank für den Tipp!

  6. Hallo,

    inzwischen bin ich glückliche Besitzerin einer seca cam mit Weitwinkel. Die Kamera ist absolut überzeugend! Die „Restfrage“, die ich noch habe bezieht sich auf die Wetterfestigkeit: Was genau heißt „wetterfest“? Bis wie viel Grad kann sie in Herbst und Winter draußen stehen und muss sie gegen Regen geschützt werden?

    Noch einmal herzlichen Dank für diesen Tipp, ich bin komplett begeistert!

    Angelika

  7. Hallo Angelika,

    @ „glückliche Besitzerin einer seca cam mit Weitwinkel. Die Kamera ist absolut überzeugend!“: Das freut uns zu hören, die SecaCam HomeVista ist auch einfach eine klasse Wildkamera.

    @ wetterfest: Wildkameras sind grundsätzlich für den Outdoor-Einsatz bei Wind & Wetter konzipiert. Sie müssen sich also überhaupt keine Sorgen machen. Die Einsatztauglichkeit bei Tiefsttemperaturen hängt alleine von der Art der verwendeten Stromspender ab. Grundsätzlich geht die Leistungsfähigkeit sowohl von Alkaline-Batterien, als auch von NiMH-Akkus bei Minus-Graden „in die Knie“. Bei -20°C dürfen Sie von NiMH-Akkus gar nichts mehr erwarten (sie gehen nicht kaputt, bringen aber keine Leistung mehr)

    LG – Wildkametra-Test.com

  8. Hallo,

    noch einmal vielen Dank. Da steht dem Spaß ja nichts mehr im Wege – die Bilder sind einfach spitzenmäßig. Eine wahre Freude!

    Beste Grüße,
    Angelika

  9. Liebe Angelika,

    noch ein kleiner Nachtrag: eine Besonderheit der SecaCam HomeVista ist, dass sie bereits ab 30 cm Entfernung scharfe Aufnahmen liefert. Wenn Sie die Kamera (die Sonne im Rücken!!) fest an einem Vogelhäuschen anbringen, werden Sie von den Ergebnissen noch begeisterter sein. Mit „fest“ meinen wir auch fest. Die rauhbeinigen Vögel werfen Ihnen das Dings sonst gnadenlos um. Eine sehr gute – leider teure – Lösung ist die Einschraubhalterung, wahlweise auch die Multiklemme mit Kugelkopf. Wie gesagt, eigentlich zu teuer, aber dann ist Ruhe im Karton.

    LG – Wildkamera-Test.com

  10. Hallo! …

    Ich habe mir wegen der zahlreich guten Bewertungen die HomeVista zugelegt … erst wollte ich mir die auch sehr gut bewertete WildVision kaufen, habe mich aber jetzt für den Nachfolger entschieden … vorab, ich benötige die Wildkamera zur Objektüberwachung/Diebstahlschutz … also ganz wichtig für mit dem sogenannten schwarzlicht (No Glow) bzw. Black LED = unsichtbarer Blitz … jetzt musste ich leider beim 1. mal testen im Dunkeln feststellen, dass doch minimal der Blitz kurz rot leuchtet … auch wenn es minimal ist, doch wenn man genau hinschaut, wahrnehmbar und für meinen Gebrauch zur Nachtüberwachung nicht so wie ich dachte … nun meine Frage … ist das normal bzw. bei jeder No Glow Wildkamera oder ist meine HomeVista evtl. defekt? … hätte gerne eine WK wo man wirklich in der Dunkelheit null vom Blitz sieht … gibt es so eine WK? … wenn das normal ist, leuchtet der Schwarzblitz bei der Aufnahmefunktion „Filmen“ auch minimal und kurz vor dem Auslösen? … derzeitige Einstellung: 5 MP, alle LED on, nur Bilder (3)/ ohne Video, Batterien,

    LG. und Danke im voraus- Ralf –

  11. Hallo Ralf,

    nein, die SecaCam ist nicht defekt. Dieses leichte Glimmen, das wirklich nur zu sehen ist, wenn es stockfinster ist und wenn man direkt in die Kamera schaut, ist normal. Das ist bei jeder No Glow-Wildkamera mit 940 nm-LEDs so. Bei den meisten Wettbewerbern übrigens deutlich stärker. Wenn Sie den direkten Vergleich haben zu den Wildkameras mit Low-Glow, also 850 nm-LEDS, sehen Sie, wie massiv der Unterschied ist. Eine ALDI-Wildkamera (alle Generationen bisher mit 850 nm-LEDs) leuchtet im Vergleich wie ein Christbaum, macht aber trotzdem bei der kleinsten Bewegung nur unscharfe Aufnahmen. Sie können diese Kamera trotzdem hervorragend zur Objektüberwachung einsetzen. Denn wenn es so stockduster ist, wie Sie Ihre Wildkamera wahrscheinlich ausprobiert haben (Zimmer mir Rolladen unten oder Garage – stimmt’s?), sieht ein Bösewicht ja auch nichts mehr. In der Realität zieht das bisschen Glimmen keinerlei Aufmerksamkeit auf sich.

    @ Video: im Video-Modus glimmen die LEDs einer Wildkamera die ganze Zeit, nicht nur vor dem Auslösen. Bleiben Sie bei Ihren Einstellungen, die sind schon sehr gut.

    LG – Wildkamera-Test.com

  12. Hallo,
    Habe mir eine KeepGuard Wildkamera gekauft.
    Man kann Zeitfenster für Aufnahmen setzen und ein Intervall, in dem (innerhalb des Zeitfensters)
    regelmässige Aufnahmen gemacht werden.
    Ewas mit der Programmierung funktioniert nicht.
    Ich möchte während einer vorgegebenen Zeitdauer (zB. 19Uhr bis 06Uhr)
    Aufnahmen machen, die durch den Sensor ausgelöst werden (Tiere).
    Tatsächlich macht die Kamera aber auch ausserhalb dieser Zeit Aufnahmen,
    ohne Auslösung durch den Sensor.
    Mein Test:
    Habe die Cam auf Defaultwerte gesetzt; nur das Zeitfenster von 19-7Uhr und Intervall 30Min gesetzt.
    Cam um 17:16 aktiviert und um 9:34 abgeschaltet.
    Resultat: 2Bilder um 17:16, 2 Bilder um 9:34, von 19-7Uhr alle 30Min 1 Bild.
    Für mich heisst das: Cam macht dauernd Bilder die durch Sensor ausgelöst werden, kaum eingeschaltet.
    Wäre froh um Rat
    Gruss
    Ruedi

  13. Hallo Ruedi,

    wir müssen gestehen, dass wir die KeepGuard noch nie in der Hand gehabt haben. Aber eigentlich ist es in der Tat so, dass bei Wildkameras außerhalb des Zeitfensters keine PIR-getriggerten Fotos gemacht werden. Schönes Anwendungsbeispiel ist eine Baustelle, wo tagsüber natürlich die Hölle los ist, nachts aber eben nicht (sollte zumindest so sein ;-). Um so eine Baustelle sinnvoll zu überwachen gibt es eben ein programmierbares Zeitfenster, das dann auch noch mit einer Serienaufnahme kombiniert werden kann. Jäger überwachen mit genau dieser Einstellung auch größere Lichtungen, die von einem PIR-Sensor gar nicht korrekt abgedeckt werden würden. Wenn man jede Minute ein Bild maccht, weiß man trotzdem exakt was, wann los ist.

    Grundsätzlich hat das bei Ihrer Kamera ja auch korrekt funktioniert. Wenn nur die 4 Aufnahmen außerhalb des Fensters gewesen wären. Komisch nur, dass es genau zum Zeitpunkt des Einschaltens zwei Aufnahmen gab und auch zum Zeitpunkt des Ausschaltens. Können Sie die Kamera nicht außerhalb des Zeitfensters einschalten und über ein paar Minuten hinweg immer mal wieder durch den Erfassungsbereich laufen? Wenn die Kamera dann trotzdem auslöst, wäre man sicher, dass sie nicht korrekt funktioniert.

    LG – Wildkamera-Test.com

  14. Hallo,
    Also, ich habe das Zeitfenster von 19-07 Uhr eingestellt.
    Um die Kamera einzuschalten, muss ich sie in die Hand nehmen, ebenso fürs Ausschalten.
    Das heisst, die Kamera hat ‚Bewegung‘ vor sich. Und (!) löst dann ein Bild aus.
    Ebenso wenn ich nach dem Einschalten weggehe.
    Und genau, das darf sie mE. nicht.
    Werde jetzt das gemäss Ihrem Tipp explizit prüfen.
    (Warum stelle ich dann ein Zeitfenster ein??)
    Das ist mein Problem.

    Jedenfalls danke vielmals für die schnelle Antwort!!!

    LG-Ruedi

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