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Test: Moultrie M-990i Wildkamera – alte vs. neue Version 2014

Die beliebte Moultrie M-990i Wildkamera wurde 2014 stark überarbeitet. Was kann die 2014er-Version besser und lohnt sich der Kauf? Wildkamera-Test.com gibt die Antwort!

- Bild: Wildkamera-Test.com

Die Nachtaufnahmen der aktuellen Moultrie M-990i (Modell 2014) sind für eine Wildkamera mit unsichtbarem Blitz hervorragend ausgeleuchtet – Bild: Wildkamera-Test.com

Die Highlights der Moultrie M990i

Solides Arbeitstier: Das Gehäuse der Moultrie M-990i verrät sofort, dass dieses Wildkamera für den harten Dauereinsatz im Revier konzipiert wurde. Jedes Detail wirkt solide und durchdacht.

Unsichtbarer Blitz: Die M-990i ist ideal für Überwachungszwecke bzw. bei besonders empfindlichen Wild geeignet, da der 940 nm IR-Blitz absolut unsichtbar ist.

Farb-Display zum Ausrichten der Wildkamera: Wenn man die Front der Wildkamera wegklappt, bleibt die Optik und insbesondere der Bildschirm in der Position, in der die Wildkamera ausgerichtet ist. Positioniert man den Schiebeschalter auf (IR)AIM, sieht man im Display exakt, was die Wildkamera in dieser Position aufnehmen wird.

HD-Videos mit Ton: Die Moultrie M-990i nimmt wahlweise VGA- oder auch HD-Videos, dann mit einer 720p-Auflösung und 24 fps (frames per second) auf. Mit einer 4 GB-Speicherkarte sind insgesamt 45 Minuten HD-Aufnahmen inkl. Ton möglich. Bei 15-Sekunden Videos sind das dann immerhin 180 Aufnahmen.

Die wichtigsten Neuerungen der 2014er Moultrie M-990i

Optimiertes LED-Konzept: zwei LEDs weniger, aber da die dunkle Filterscheibe einer transparenten gewichen ist, ist die Blitzreichweite unverändert, mehr

Verbesserte Anordnung der Bedienungstasten: endlich sind die Navigationstasten so angeordnet, dass man sich nicht mehr ständig vertippt; alles wurde optimiert, die Tasten sind sogar während des Setup-Prozesses beleuchtet! Mehr

Überarbeitetes Menü: Gegenüber der Vorgängerversion besitzt die aktuelle Moultrie M-990i ein aufgeräumteres, durchdachteres Menü, das nach einem leichten Re-Design leichter zu erfassen ist.

Technische Daten

Moultrie M-990i
(alt/bis 2013)
Moultrie M-990i
(neu/2014-Modell)
Auflösung Foto- 4.0 MP Standard
- alternativ 0.5, 2.0, 10.0 MP
- 4.0 MP Standard
- alternativ 0.9, 2.0, 10.0 MP
Anzahl Fotos je Auslösung1-31 oder 3
"3 Burst" = 3 Aufnahmen innerhalb 1 Sek
"3 Triggered" = bewegungsabhängig bis zu 3 Aufnahmen mit ca. 1 Sek Abstand
Time LapseJa
Intervall 5 Sek - 5Min
Ja
Intervall 5 Sek - 5Min
Zeitabstand zwischen zwei Auslösungen5/15/30 Sek-1/5/10/30/60 Min5/10/30 Sek - 1/5/10/30 Min
Auflösung Video- VGA 848 x 480 (16:9, 24 fps)
- HD 1.280 x 720 (16:9, 24 fps)
- VGA 640 x 480 (16:9, 24 fps)
- HD 1.280 x 720 (16:9, 24 fps)
Video-Dauer5/10/30/60/90 Sek.5/10/30/60/90 Sek.
Zeit
Datum
Mondphase
Temperatur
Barometer
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Ja
Anzahl LEDs/
Blitz-Art
34 Infrarot LEDs
(No Glow; 940 nm / unsichtbar)
32 Infrarot LEDs
(No Glow; 940 nm / unsichtbar)
Blitz-Reichweiteca. 14 mca. 14 m
Infrarot-Sensor1 PIR Sensor mit 55° Erfassungsbereich; Empfindlichkeit nicht einstellbar1 PIR Sensor mit 55° Erfassungsbereich; Empfindlichkeit nicht einstellbar
Sensor-Reichweiteca. 15 mca. 15 m
Auslösezeit0,95 Sek.0,95 Sek.
Batterien8 x AA Mignon8 x AA Mignon
Batterie-BetriebsdauerRuhestrom < 0,25 mA (<7 mAh/Tag)
Stromaufnahme 1 Bild tags 770 ma
Stromaufnahme 1 Bild nachts 1140 ma
Ruhestrom < 0,25 mA (<7 mAh/Tag)
Stromaufnahme 1 Bild tags 770 ma
Stromaufnahme 1 Bild nachts 1140 ma
Display5,1 cm Diagonale (4,2 x 3,1 cm)
TFT-LCD Farb-Display
5,1 cm Diagonale (4,2 x 3,1 cm)
TFT-LCD Farb-Display
SpeicherSD-Karte bis 32 GB
(auch SDHC)
SD-Karte bis 32 GB
(auch SDHC)
Größe10,8 cm (B) x 13,1 cm (H) x 7,9 cm (T)10,9 cm (B) x 12,9 cm (H) x 12,0 cm (T)
Preisnicht mehr verfügbar189,00 €

Time-Lapse Funktion: Die Moultrie M-990i erlaubt Serienbildaufnahmen in einem definiertem Zeitfenster. Unter dem Menüpunkt “Setting Time Lapse Features” kann man auswählen, in welchem Zeitabstand die Wildkamera automatisch ein Bild aufnehmen soll. Die kleinste Einheit sind alle 10 Sekunden (Achtung: 360 Fotos/Stunde!) bis hin zu eine Aufnahme pro Tag. Damit kann man Pflanzen beim Wachsen zuschauen. Eine bei Jägern beliebte Einstellung sind Bilder in 30 Sekunden-Abstand in einem 3-Stunden Zeitfenster am frühen Morgen bis hin zum Sonnenaufgang und ein zweites 3-Stunden-Zeitfenster am Abend ab Sonnenuntergang. Somit hat man die meist interessanteste Zeit hervorragend abgedeckt. Im Time-Lapse Modus spielt übrigens die Reichweite des Infrarot-Sensors keine Rolle mehr, da ja automatisch ein Bild ausgelöst wird. So kann man eine Lichtung oder eine Kirrung in ihrer ganzen Tiefe überwachen. Die Bildqualität der Moultrie M-990i gibt das locker her!

Zeitraffer-Software: Um aus den Serienaufnahmen einen Film zu erstellen, liefert Moultrie gleich die passende, kostenlose Software dazu. Mit dem “Moultrie Plot Stalker” (www.moultriefeeders.com/timelapsesoftware) lassen sich bis zu 300 Aufnahmen zu einem Time-Lapse-Film zusammenstellen. Das Ganze funktioniert nahezu selbsterklärend, übrigens auch mit den Serienbildern jeder anderen Wildkamera.

Search-Funktion: Die Sichtung der Zeitraffer-Aufnahmen kann am PC recht langwierig sein. Es kann ja durchaus vorkommen, dass sich über Stunden nichts ereignet und man hunderte Bilder sichten muss. Hier hält die Time-Lapse-Software von Moultrie die sog. „Search“-Funktion bereit. Damit springt man so weit nach vorne, bis die Software zwischen zwei Aufnahmen einen relevanten Pixel-Unterschied bemerkt. So kann man schnell von „Action zu Action“ springen.

LED-Konzept

No-Glow-Wildkamera: Moultrie setzt bei seinen No-Glow Wildkameras langwelligere 940 nm-LEDs ein (vs. 850 nm-LEDs bei den Low-Glow-Wildkameras), die für das menschliche Auge völlig unsichtbar sind.

die 850 nm LEDs sind für das menschliche Augo gerade noch sichtbar, während die 940 nm LEDs außerhalb des sichtbaren Spektrums liegen - Grafik: Wikipedia

850 nm LEDs sind für das menschliche Auge noch schwach sichtbar, während die 940 nm LEDs außerhalb des sichtbaren Spektrums strahlen, dafür aber auch weniger hell – Grafik: Wikipedia

Aktuelle Version mit weniger LEDs:

  • M-990i „alt“: Bis 2013 besaß die Moultrie M-990i insgesamt 34 LEDs die im 940 nm-Bereich strahlten; zusätzlich kam auch noch ein in die vordere Abdeckung eingesetzte Filterscheibe zum Einsatz. Dadurch war der LED-Blitz zwar absolut unsichtbar, die Reichweite der LEDs ist aber Prinzip bedingt deutlich geringer, als bei den regulären 850 nm-LEDs
  • M-990i „neu“: Seit dem 2014er Modell besitzt die M-990i nur mehr 32 LEDs, also zwei weniger als zuvor; allerdings verzichtet Moultrie auf die dunkle Filterscheibe und kommt so trotz weniger LEDs auf eine größere Blitzreichweite. Die LEDs sind weiterhin völlig unsichtbar.
Die Moultrie M-990i, hier die Version bis 2013, setzt unsichtbare LEDs ein, vor die zur Sicherheit noch einmal eine Filterscheibe (links in der Frontklappe) gesetzt wird - Bild: Wildkamera-Test.com

Die Moultrie M-990i in der Version bis 2013, setzte zusätzlich zu den unsichtbaren LEDs noch eine Filterscheibe ein (im Bild links in der Frontklappe) – Bild: Wildkamera-Test.com

Selbsttest gefällig? Wer bei seiner Moultrie M-990i Wildkamera testen möchte, ob die LEDs wirklich unsichtbar sind, kann sich mit der im Testmodus eingeschalteten Wildkamera, aber geöffneter Frontklappe (!) in einen dunklen Raum begeben. Das einzige, was man dann sieht, ist sein eigenes im Schwarz-Weiß-Modus aufgenommenes Gesicht im Monitor. Die LEDs sind nicht wahrnehmbar. Spooky!

Gehäuse, Display & Tasten

Solides Gehäuse: Moultrie ist bekannt für seine soliden und durchdachten Gehäuse. Die Moultrie M-990i macht hier keine Ausnahme. Jedes Detail wirkt solide und durchdacht. Beispielsweise besitzt die Moultrie gleich zwei Gewinde für ein Stativ bzw. eine Baumhalterung.

Front schwenkt weg: Ein Feature das wir an den Moultrie-Wildkameras sehr mögen, ist die aufschwenkende Front. Löst man die beiden soliden Kunststoff-Clips an der Seite, schwenkt die vordere Abdeckung samt der schwarzen LED-Abdeckung zur Seite und gibt sowohl die Bedienungselemente, als auch den Farb-Monitor frei.

Ein großer Vorteil der Moultrie M-990i ist die aufschwenkende Front. Dadurch blebt die Optik an ort und Stelle und man kann anand des Farb-Displays live den Erfassungsbereich der Wildkamera kontrollieren - Bild: Moultrie

Ein großer Vorteil der Moultrie M-990i (hier die neue Version 2014) ist die aufschwenkende Front. Dadurch bleibt die Optik an Ort und Stelle und man kann mit Hilfe des Farb-Displays live den Erfassungsbereich der Wildkamera kontrollieren – Bild: Moultrie

Großes Farbdisplay: Die Moultrie M-990i besitzt ein recht großes Display worüber die Einstellungen vorgenommen werden und die Aufnahmen gleich an Ort und Stelle betrachtet werden können. Das Display hat beim Installieren der Kamera vor Ort einen riesigen Vorteil. Auf ihm kann man direkt den Bildausschnitt einsehen, den die Kamera aufzeichnet. So kommt es nie wieder zu falschen Bildausschnitten.

Gut zu sichern: Auf der Rückseite der Moultrie M-990i sind praktischerweise zwei stabile Ösen vorgesehen, durch die man ein 8mm Python-Kabelschloss durchführen kann. Die vordere Klappe ist ebenfalls sehr solide und kann durch ein Vorhängeschloss gesichert werden. Da die Entriegelung des Batteriefachs von der Frontklappe verdeckt wird, ist dieses gleich mit gesichert. Gut gelöst!

Unterschied M-990i alt vs. neu: Bei der älteren M-990i Version erfolgt die Menü-Eingabe unter erschwerten Bedingungen, da alle Eingabe-Tasten übereinander in einer Reihe liegen. Bei der neueren M-990i-Version hat man sich bei Moultrie erbarmt und die Bedienungstasten so angeordnet, wie man es von den meisten Wettbewerber-Wildkameras her kennt. Die „Oben“-Taste ist nun wirklich oben und die „Links“-Taste ist nun wirklich links. Zur Bestätigung drückt man bei der neuen M-990i-Version auf die zentral positionierte „Enter“-Taste. Auch das Batteriefach wird nun von vorne entriegelt. Alle wesentlichen Punkte sind sehr gut lesbar beschriftet und während des Setup-Prozesses sogar beleuchtet. Hier wurde sich wirklich Mühe gegeben.

Die Liebe zum Detail erkennt man daran, dass sich beim Schiebeschalter die Off-Position jetzt nicht mehr in der Mittelstellung befindet, sondern nach links gewandert ist. Selbst die Beschriftung wurde überarbeitet. Anstatt dem kryptischen „Mode“ heißt die Taste zum Einstieg in das Menü nun sinnvollerweise „Menu“.

vergleich der Bedienungselemente der alten Moultrie M-990i (links) und der neuen M-990i-Version (rechts) - Bild: Wildkamera-Test.com

Vergleich: Bedienungselemente der alten Moultrie M-990i (links) und der neuen M-990i-Version (rechts) – Bild: Wildkamera-Test.com

Menü, Bedienung und Bedienungsanleitung

Nur in Englisch: Eins vorweg, die Moultrie Wildkameras sind primär für den amerikanischen Markt gedacht. Eine Sprachauswahl ist NICHT vorgesehen. So erfolgt die gesamte Bedienung auf Englisch. Etwas ärgerlich..

Stolperfalle Datum & Zeit: Die so ziemlich mieseste Einstellung wird einem gleich zu Beginn abverlangt. Denn die Datumsanzeige und die Uhrzeit besitzt das amerikanische Format, also erst der Monat, dann der Tag, dann das Jahr (MM/DD/YY). Auch wenn man es weiß, bleibt es verwirrend. Bei der Uhrzeit gibt es am für vormittags und pm für nachmittags- Immerhin kann man die Temperatur von Fahrenheit auf Celsius umstellen.

Übersichtliches Menü: Das Menü der Moultrie M-990i ist übersichtlich und sinnvoll gestaltet. Mit ein wenig Englisch-Kenntnissen kann man das Benutzerhandbuch getrost bei Seite legen. Falls die Wildkamera auf Fotomodus steht, sind die Menü-Punkte „Video Resolutions“, „Video Length“ und „Video Audio“ nicht verfügbar und grau/blass dargestellt. Das gleiche gilt für den Time-Lapse Modus, bei die Einstellungen

Firmware-Update: Ein Punkt, der ebenfalls zwischen alter und neuer Version verbessert wurde ist die Möglichkeit, sich die Firmware-Version anzeigen zu lassen und diese dann ggfls. mit der neuesten Firmware, die es auf der Website von Moultrie gibt, zu aktualisieren. Seltsamerweise fehlt dieser Menüpunkt bei der älteren M-990i-Version.

Bedienungsanleitung: Immerhin wird die Moultrie Wildkamera mit einer deutschen Bedienungsanleitung ausgeliefert. Die Bedienungsanleitung ist im Vergleich zu den vielen China-No-Name-Kameras durchaus zu gebrauchen, wenn auch nicht perfekt.

Download: Leider verfügen wir bei der älteren Moultrie m-990i-Version nur über eine englische Bedienungsanleitung. Bei der neueren Version haben wir für Euch die deutsche Bedienungsanleitung bereitgestellt:

Erfassungsbereich & Auslösegeschwindigkeit

Erfassungsbereich: Der Infrarotsensor erfasst Objekte in einem Bereich bis zu ca. 12-15 Meter. Das kann man mit Hilfe der AIM-Funktion auch vor Ort recht einfach selbst austesten.

AIM-Position hilft beim Ausrichten: Wer sich den Schiebeschalter (An/Aus/AIM) anschaut, fragt sich wahrscheinlich, was die Position „AIM“ wohl bedeuten mag. Hierbei handelt es sich um die Abkürzung für das Englische „aiming“ also ausrichten. In dieser Position kann man den tatsächlichen Erfassungsbereich der Sensoren vor Ort austesten. Wenn der Schiebeschalter auf AIM steht und der PIR-Sensor eine Bewegung erkennt, leuchtet die rote LED auf der Vorderseite der Kamera. Das ist natürlich sehr praktisch, wenn man eine größere Fläche überwachen will und sich nicht sicher ist, ob man mit der gewählten Kameraposition auch alle relevanten Bereiche zuverlässig abdeckt.

Auslösegeschwindigkeit: Bei der Moultrie M-990i Wildkamera vergehen vom Erwachen aus dem Stand-By bis zur ersten Aufnahme gerade einmal 0,9 Sekunden. Das ist ein Spitzenwert.

Zuverlässiges Auslöseverhalten: Im direkten Vergleich zu unserem Benchmark, der Dörr SnapShot Mini zeigt die Moultrie M-990i ein nahezu identisches Auslöseverhalten. Diesen beiden Wildkameras entgeht so gut wic nichts!

Bild-/Videoqualität am Tag und in der Nacht

Gute Bilder bei Tag: Die Bildqualität der Moultrie M-990i ist gut, wenn auch nicht überragend.

Wildkamera Moultrie M990i - Bild: Wildkamera-Test.com

Wildkamera Moultrie M990i – Bild: Wildkamera-Test.com

Gute Überwachungskamera: Ein sehr schönes Beispiel für gelungene Aufnahmen mit einer Moultrie M-990i veröffentlichte im April 2013 die Polizei von Lynchburg/Virginia (hoffentlich gilt hier nicht „nomen est omen“). Die beiden Einbrecher haben während ihrer „Fotosession“ Kupferkabel und Büro-Ausstattung im Wert von mehreren tausend US-Dollar entwendet. Jedenfalls können die Polizei und der Besitzer des Lagergebäudes die als Überwachungskamera eingesetzte Moultrie M-990i u.a. aufgrund ihrer ausgezeichneten Bildqualität nur wärmstens empfehlen.

Moultrie Wildkamera M 990i

Auf den Bildern der als Überwachungskamera eingesetzten Moultrie M-990i ist sogar die Beschriftung des Kopierers, der gerade den Besitzer wechselt, klar und deutlich zu erkennen – Bild: Polizei von Lynchburg/Virginia

Dieb2 Moultrie M 990i

Eine gute Viertelstunde später „rackern“ die beiden Einbrecher immer noch – Bild: Polizei von Lynchburg/Virginia

Bei Dämmerung zu lange im Schwarz/Weiß-Modus: Im direkten Vergleich mit der Dörr SnapShot Mini Black fällt auf, dass die Dörr in der Morgendämmerung bereits hervorragende Farbaufnahmen abliefert, während die Moultrie M-990i noch im Schwarz-/Weiß-Modus verharrt:

Die Moultrie M-990i verweilt in der Morgen-Dämmerung relativ lange im Schwarz/Weiß-Modus, allerdings ohne den Blitz hinzu zu schalten - Bild: Wildkamera-Test.com

Die Moultrie M-990i verweilt in der Morgen-Dämmerung relativ lange im Schwarz/Weiß-Modus, allerdings ohne den Blitz hinzu zu schalten; Das macht die Dörr SnapShot Mini besser – Bild: Wildkamera-Test.com

Die gleiche Situation (s. Zeitstempel), von der gleichen Position aus aufgenommen, dieses Mal von der Dörr SnapShot Mini Black:

Die Dörr SnapShot schaltet bereits früh am Morgen auf Farb-Aufnahme um und liefert trotzdem qualitativ hochwertige Bilder ab; zudem ist der Bildausschnitt auch aufgrund des klassischen 4:3 Formats deutlich größer, als der 16:9-Ausschnitt der Moultrie – Bild: Wildkamera-Test.com

Nachtaufnahmen gut ausgeleuchtet: Bei den Nachtaufnahmen ist zu berücksichtigen, dass die Moultrie M-990i zu den Black-LED Wildkameras gehört. Dieses für das menschliche Auge völlig unsichtbare Infrarot-Licht auf einer Wellenlänge von 940 nm besitzt leider nicht ganz die gleiche Reichweite wie das ansonsten bei Wildkameras verwendete IR-Licht auf 850 nm, das allerdings bei Dunkelheit noch erkennbar rot glimmt. Vor diesem Hintergrund sind die Nachtaufnahmen der Moultrie vollkommen in Ordnung. Sie müssen sogar den Vergleich zu anderen „Nicht Black-LED-Wildkameras“ vom Schlage einer ALDI-Wildkamera in keinem Fall scheuen.

Bild

Für eine Black-LED-Wildkamera sind die Nachtaufnahmen der Moultrie M-990i sehr ordentlich ausgeleuchtet – Bild: Wildkamera-Test.com

Bild: Wildkamera-Test.com

Die fast gleiche Situation von der Dörr SnapShot Mini Black aufgenommen – Bild: Wildkamera-Test.com

HD-Videos: Der Amerikaner Matt Patterson hat eine sehr schöne Sammlung von HD-Videos bei YouTube hochgeladen, die er allerdings noch mit der älteren Moultrie M-990i (bis 2013) angefertigt hat.

SD-Karte auf Anwendung anpassen: Wer seine Moultrie Wildkamera im Foto-Modus nutzen möchte, sollte eher kleinere SD-Karten nutzen. Eine 4-GB SD-Karte reicht hier völlig! Wer sich hingegen lieber HD-Videos anschaut sollte sicherheitshalber mindestens eine 8 GB besser eine 16 GB-Karte verwenden.

Managed Memory: Ein Feature, das die Dörr-Wildkameras bereits seit längerem besitzen, ist nun auch bei Moultrie verfügbar. Wenn die Option „managed memory“ aktiviert ist, überschreibt die Moultrie M-990i die ältesten Aufnahmen. Gemeinsam mit einer externen Stromquelle kann diese Fotofalle also im Endlos-Dauerbetrieb eingesetzt werden. Erst, wenn etwas passiert ist (Einbruch, Vandalismus, Diebstahl) nimmt man die SD-Karte aus der Wildkamera und sichtet die Aufnahmen.

Batterien & Energiemanagement

Batterieschubfach: Eine Besonderheit bei Moultrie, die uns ebenfalls sehr gut gefällt, ist das Batterieschubfach. Die Entriegelung des Batteriefachs befindet sich am Boden der Wildkamera. Im Falle eines Batteriewechsels bleibt die Wildkamera fest installiert und ausgerichtet. Einfach das Batterieschubfach nach unten herausziehen und die Batterien bequem wechseln. Dabei ist es egal, ob sie über den mitgelieferten Gurt oder mittels des Stativgewindes installiert wurde. Sehr schön gelöst!

8 x Mignon: Die Moultrie M-990i nutzt acht Batterien vom Typ Mignon LR6/AA. Anders als bei den Wildkameras von Dörr, ALDI oder Waid-Life, bei denen man die Wahl zwischen vier oder acht Batterien hat, müssen bei der Moultrie tatsächlich immer alle acht Batterien eingelegt sein, sonst funktioniert die Wildkamera nicht.

Gute Batterie-Laufzeit: Die Batterielaufzeit der Moultrie ist sehr ordentlich. Wir haben unsere M-990i problemlos über mehrere Monate hinweg mit einem einzigen Batteriesatz vom Discounter betrieben.

Batterie-Konsum ist Einstellungssache: Der Zeitraffer-Modus ist bei der Moultrie M-990i ein sehr interessantes Feature, aber man muss sich im Klaren sein, dass die Time-Lapse-Funktion nicht nur gigantische Datenmengen produziert, sie saugt auch die Batterien leer. Ein weiterer „Batteriefresser“ ist der Video-Modus. Grundsätzlich gehen alle Einstellungen, die große Datenmengen und lange LED-Ausleuchtungen produzieren auf die Batterie-Laufzeit. Wer diese Features aber mag, sollte über besonders hochwertige Akkus oder eine externe Stromversorgung (Solar-Panel bzw. zusätzlicher Bleiakku) nachdenken.

Übrigens: Die Uhrzeit und das Datum wird zwischen Batteriewechseln beibehalten. Das ist bei anderen Wildkameras leider nicht selbstverständlich und gerade bei den Wildkameras mit ohnehin schon schlechter StandBy-Zeit und häufigen Batteriewechseln ein zusätzlicher Nerv-Faktor.

Bewertung, Preis und Bezugsquellen

Bewertung: Ein wirklich tolles Gehäuse mit sehr guter Funktionalität, seht gute Nachtaufnahmen und ein solides Auslöseverhalten. Demgegenüber ist die Menüführung bei dem 2014er Modell eher verschlimmbessert worden. Dass nur die englische Sprache verfügbar ist, macht es nicht einfacher, die Wunscheinstellungen zu finden. Definitiv ein Manko ist, dass die Moultrie M-990i, so wie alle Moultrie-Wildkameras, bei den Tagaufnahmen ein Schärfenproblem hat und bei den Farben schamlos übertreibt. Die Aufnahmen sind tagsüber nicht wirklich schlecht, aber man fragt sich, warum ein Qualitätsanbieter wie Moultrie das nicht besser gelöst bekommt.

Preis & Bezugsquellen: Wir sind ein Fan von Amazon. Wenn die Möglichkeit besteht, direkt beim Händler oder bei Amazon zu kaufen, nehmen wir Amazon. Denn hier haben alle Händler eine gehörige Portion Respekt vor etwaigen negativen Bewertungen. Im Falle der Moultrie M-990i ist der auf Moultrie Wildkameras spezialisierte Schery definitiv unser favorisierter Händler. Volker Schery weiß, was er verkauft. Er ist auch bei Amazon präsent. Dort ist die Moultrie M-990i inkl. Versand sogar noch etwas günstiger als in seinem eigenen Internet-Shop.

Kaufen? Ja! Gegenüber der ebenfalls grundsoliden Dörr SnapShot Mini Black ist die Moultrie M-990i zwar gute 25,00 € teurer, aber dafür gibt’s ein großes Display und HD-Videos on top. Klare Kaufempfehlung!

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